Podiumsdiskussion mit der Thematik: „sozialer Wohnungsbau in Niedersachsen“

Podiumsdiskussion mit der Thematik: „sozialer Wohnungsbau in Niedersachsen“

86 Senioren/innen sind der Einladung des Bezirksvorstands Braunschweig Goslar, vertreten durch den Bezirksvorsitzenden Karl-Heinz Ehrenberg und den Bezirksseniorenvorsitzenden Leopold Pilz am 08. August gefolgt und haben an der spannenden Diskussion zum Thema: „Sozialer Wohnungsbau in Niedersachsen“ in Braunschweig im Restaurant zur Rothenburg teilgenommen. Referenten waren der Regionalleiter Eckhard Stoermer IG Bau, Johannes Grabbe, DGB Bezirksleitung Niedersachsen und Henning Voß von der Initiative Notruf Wohnungsmarkt.
Die Begrüßung der Teilnehmer, Referenten und Gäste erfolgte durch Leo Pilz und Karl-Heinz Ehrenberg. Zu Anfang ging es um das Wohnen als Grundbedürfnis. Anhand von Folien erläuterte Kollege Eckhard Stoermer die diffizile Situation auf dem Wohnungsmarkt. Die Mieten steigen eklatant und es lässt sich eine steigende Nachfrage nach Singlehaushalten erkennen. Außerdem fehlt ein altersgerechter Wohnraum und die Wohnungen sind energietechnisch sanierungsbedürftig. Beispielsweise wurden in Braunschweig im Jahr 2017 rund 28% weniger Wohnungen gebaut als 2016. Der soziale Wohnungsbau bricht ein, beziehungsweise ist kaum vorhanden.
Johannes Grabbe . Dazu stellte die Problematik Sozialer Wohnungsbau dar und erklärte, das bezahlbarer Wohnraum geschaffen wird und Mieten gedeckelt werden. Der Kollege stellte dar, dass deutlich zu wenig Wohnungen gebaut werden. Die Verknappung des Wohnraumes gilt bundesweit. Es muss vielmehr im Sozialen Wohnungsbau getan werden, damit die Mieten in Ballungsgebieten nicht ins Unermessliche steigen und in ländlichen Gebieten wie zum Beispiel in Osterode im Harz leer stehen. Außerdem muss unbedingt eine Ausweitung des Wohnungsbaus durch das Land Niedersachsen erfolgen, die Mietbremse muss verbessert werden und die Privatisierungen müssen gestoppt beziehungsweise eingedämmt werden.
Herr Hennig Voß berichtete über die Situation vor Ort in Braunschweig. Nach einer kurzen Vorstellung wurde deutlich, dass er vielfältig mit der Problematik der Wohnungsnot konfrontiert ist. Er berichtete, dass es rund 20% weniger soziale Förderung für den Wohnungsbau gibt. Eine unabhängige Studie besagt, dass ca. 5000 Wohnungen rund um Braunschweig fehlen. In einigen Ausschüssen wurde erreicht, dass eine Quote von 20% sozialer Wohnungsraum in neuen Wohnbaugebieten in Braunschweig festgesetzt worden ist.
Es stellt sich die Frage, was die IG BAU Niedersachsen gegen diese Entwicklung macht?! Kollege Eckhard Stoermer steht in einem ständigen Dialog mit Olaf Lies, Minister für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz. Die IG BAU fordert eine Landeswohnungsbaugesellschaft und die Gründung einer Baufirma der Stadt, die soziale Wohnungen bauen. Möglicherweise sind „Werks-Wohnungen“ ein wirksames Mittel gegen Wohnungsnot, z.B. die teilweise Finanzierung durch Strafgelder des Zolls im Bausektor.
Nach reger Diskussion endete die Veranstaltung mit einer Verabschiedung durch Leopold Pilz, welcher ein großes Dankschön an alle Teilnehmer und den informativen Austausch aussprach